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Weihnachtsdekorationen aus aller Welt zum Selbermachen

Weihnachtsdekorationen aus aller Welt zum Selbermachen

Weihnacktsdeko
©vega-direct.com

Tannengrün und Kerzen, der Adventskranz und vielerorts auch Pyramiden und Schwibbögen gehören in Deutschland zur Weihnachtszeit dazu. Spätestens mit dem 1.Advent werden sie hervorgeholt, aus dem reichen Weihnachtssortiment online neu erworben oder das große Basteln beginnt.

In verschiedenen Ländern gibt es andere Traditionen, aber auch hier werden zur Weihnachtszeit die Häuser und Wohnungen festlich geschmückt. Warum also nicht einen Blick in die Ferne wagen, und eine Dekoration wie in Schweden, England oder am
Mittelmeer selbst ausprobieren?

Vorfreude

Andere Länder, andere Sitten und Bräuche. Aber überall, wo Weihnachten gefeiert wird, sind die Wochen vor dem Fest die Zeit der freudigen Erwartung („Advent“): auf die biblische Geburt Jesu Christi oder doch zumindest auf eine besinnliche Zeit mit Familien und Freunden.

Der Dezember bringt unangenehm dunkle, feuchtkalte Tage, in denen es gar nicht richtig hell wird. Umso gemütlicher soll das warme Zuhause sein. Für das nahende Weihnachtsfest wird ausgiebig und aufwändig dekoriert. In den vielen Kerzen, die die Szenerie erleuchten, spiegelt sich die große Sehnsucht nach dem Licht. Gerade Leuchterfiguren wie der Bergmann – meist mit einem Engel an seiner Seite –, die man aus dem Erzgebirge kennt, symbolisieren die harte Arbeit der Bergleute unter Tage. Früh, wenn sie in die Bergwerksstollen einfuhren, war es dunkel, ebenso am Ende der Schicht. Schwibbogen, Pyramide, Räuchermännchen, Nussknacker – alle die traditionellen Weihnachtsdekorationen aus dem Erzgebirge sind eng mit dem Bergbau in der Region verbunden. Einerseits stehen sie für das harte Leben der Bergleute, wo etwa der Schwibbogen mit seinen Kerzen im Fenster im wahrsten Sinne des Wortes heimleuchten sollte. Andererseits suchten die Bergleute, weil immer mehr Stollen dicht machten, eine neue Erwerbsquelle und fanden sie im Drechseln und Schnitzen.

 Weihnachtsschmuck von anderswo zum Nachmachen

Die Adventszeit ist Bastelzeit. Während der traditionelle erzgebirgische Weihnachtsschmuck echtes Kunsthandwerk ist, gibt es viele schöne Ideen, auch aus anderen Ländern, die leicht nachzumachen sind und eine ganz besondere Stimmung zaubern.

Norwegen

Die Nordländer lieben es, mit Naturmaterialien zu dekorieren und verzichten häufig auf Glitter und Chi-Chi. Daher könnte ein Weihnachtsgesteck zum Beispiel in einem Korb mit Moos, Zapfen und Rinde arrangiert und mit Weihnachtssternen geschmückt werden.

Auch die Weihnachtsbäckerei mit Pfefferkuchen und „Julekaker“, einer Art Stollen, spielt in Norwegen eine wichtige Rolle. Es lohnt, diese Rezepte auszuprobieren. Ebenfalls eine Verkostung wert ist das „Juleøl“, ein spezielles Weihnachtsbier, das ist Norwegen zur Tradition gehört. Es selbst zu brauen, dürfte allerdings etwas mehr Aufwand bedeuten.

 Schweden

Bei einer Bastelstunde mit schwedischem Akzent darf wiederum der traditionelle Glögg nicht fehlen, ein mit Mandeln und Rosinen verfeinerter Glühwein. Ansonsten haben die Schweden,  ähnlich wie die Norweger, keinen Hang zum Weihnachtskitsch. Der „Julbock“, ein aus Stroh gefertigter Ziegenbock, gehört jedoch stets dazu und kann je nach Geschmack in jeder Größe selbst gebastelt werden.

England

Wer seiner Wohnung eine englische Weihnachtsnote geben will, kann nicht auf den Mistelzweig mit seinen weißen Beeren verzichten. Am besten wird er über der Tür aufgehängt, vielleicht begegnet sich ja das eine oder andere Paar darunter. In jedem Fall verspricht der Zweig ein friedliches, versöhnliches Fest.

Weil es die Engländer eher bunt mögen, sollten farbige Girlanden zum Fest gebastelt werden. Auch Stechpalme, Lorbeer und Efeu gehören auf der Insel zur Dekoration. Ein Höhepunkt für die britische Weihnacht wäre es natürlich, jedem Familienmitglied seinen „Stocking“ (Weihnachtsstrumpf) zu stricken und dekorativ – idealerweise am Kamin – anzubringen und am Weihnachtsabend mit Kleinigkeiten zu befüllen.

 Länder „wo die Zitronen blüh’n“

Überall, wo Zitrusfrüchte reifen, gehören sie zum traditionellen Weihnachtsschmuck. Auch bei uns sind gerade Apfelsinen in der kalten Jahreszeit mehr als leckere Vitamin-C-Spender. Als duftender und dekorativer Schmuck für Kränze oder den Baum lassen sich ohne viel Mühe getrocknete Orangenscheiben herstellen: Einfach die Früchte in ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden und zuerst auf Küchenkrepp, später auf Backpapier an der Heizung trocknen. Wenn es schneller gehen muss, hilft der Backofen bei 50 bis 100 Grad. Dabei die Ofentür mit dem Stiel eines Holzlöffels einen Spalt offen halten, damit die Feuchtigkeit abziehen kann. Anschließend werden die getrockneten Scheiben aufgefädelt und können verwendet werden – als ökologisch korrekter Schmuck, der in einem schönen Orange leuchtet und herrlich duftet.

Eine andere Variante ist es, die ganzen Orangen dicht an dicht mit Nelken zu spicken und malerisch zu arrangieren. In Schalen oder auch unter Weihnachtsbaum auf dekorativen Weihnachtstischdecken.

Frisch ans Werk für eine etwas andere Weihnachtszeit

Nicht nur die Kinder freuen sich über den alljährlichen Adventskalender oder den Kranz aus Tannenzweigen, den sie schon immer kannten. Liebgewonnene Utensilien verströmen ein Gefühl von Geborgenheit und machen die Weihnachtsstimmung erst komplett. Die Bräuche und Dekorationstraditionen anderer Ländern können Inspiration sein und dafür sorgen, dass dieses Fest gerade durch den „Blick über den Tellerrand“ besonders atmosphärisch und einprägsam wird.



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